
Da es ja von Darwin nach Hamburg keinen Direktflug gibt und auch wenn es einen gäbe, die Flugzeit unendlich wäre, mache ich auf dem Rückweg noch einen kurzen Stopp in Kuala Lumpur. Mit dem Klia ekspres, der alle 20 Minuten vom Flughafen in die Stadt fährt, ist man in einer halben Stunde im Zentrum. Das Return-Ticket kostet 20 €. Leider komme ich nach rund 5 Stunden Flug erst um 21:30 Uhr an. Die Einreisekontrolle und das Warten auf den Koffer kommen noch hinzu, sodass ich erst nach 23 Uhr im Zentrum ankomme. In einer Straße, in der ein indisches Restaurant am anderen ist, esse ich noch etwas, bevor ich mit Grab zur Unterkunft fahre. Das Apartment ist in einem riesigen Wohnblock. Badauerlicherweise ist es etwas abgewohnt, aber die Aussicht ist genial. Den Merdeka 118, oder auch Merdeka Maybank Tower, gab es bei meinem letzten Besuch noch nicht. Merdeka ist das malaysische Wort für Unabhängigkeit. Erst vor circa 2 Jahren wurde der Tower teilweise eröffnet (die Bank und ein Hotel). Für die Öffentlichkeit ist bisher nur der Zutritt zur Lobby möglich. Mit knapp 680 Meter Höhe handelt es sich um das zweithöchste Gebäude der Welt. Im Hintergrund sieht man den 421 Meter hohen Kuala Lumpur Tower und rechts daneben die Petronas Twin Towers. Um 7 Uhr geht die Sonne auf.


Mein Flug nach Dubai geht heute Nacht um 2 Uhr. Ich habe also noch den ganzen Tag in der Stadt zur freien Verfügung.




Nachdem ich etwas über die Märkte spaziert bin, mache ich mich auf zum Merdeka 118. Die Außenanlagen und die Lobby sind schon beeindruckend. An der Information frage ich noch, wann denn wohl die bereits um mehrere Jahre verspätete Eröffnung für die Öffentlichkeit sein wird. Man hält sich sehr bedeckt, aber vor 2027 wird es auf keinen Fall etwas.






Zwischen all den „normalen“ Gebäuden taucht am Rande von Chinatown der Sri Maha Mariamman Temple auf. Es ist der älteste (1873) Hindu-Tempel von Kuala Lumpur.





Auch zwischen den Türmen des alten KL Bahnhofs taucht der Merdeka 118 auf.


Mitten in der Nacht ist am KLIA (Kuala Lumpur International Airport) verhältnismäßig wenig los. Das einzig Positive an diesem Nachtflug.

Die Rückreise über Dubai nach Hamburg ist ohne besondere Vorkommnisse. Ich bin froh, dass die sechsmonatige Reise gewissermaßen reibungslos vonstatten ging. Würde meine Reisekrankenversicherung nicht ablaufen, dann wäre ich gerne noch etwas länger geblieben. Die unglaublich vielen Eindrücke und Erlebnisse sollen ja aber auch erst einmal verarbeitet werden.